Klientenzentrierte Gesprächsführung

Dieser Ansatz ist meiner Erfahrung nach einer der elementarsten und wirkungsvollsten in der Arbeit mit Menschen, da es um zwischenmenschliche Beziehung geht. Einer der Grundsätze aus der klientenzentrierten Gesprächstherapie nach Carl Rogers stellt die positive Wertschätzung in den Mittelpunkt der Arbeit. Sie liegt der Überzeugung zugrunde, dass der Mensch über ein ihm innewohnendes Potential zur Selbstverwirklichung ("Selbstaktualisierungstendenz") und Wachstum verfügt. Dieses kann durch eine zwischenmenschliche Beziehung zu einem anderen Menschen, hier zu einem Therapeuten freigesetzt werden.

 

Spaltung, zwischen Selbstkonzept und aktuellem Erleben kann sich in Leidenszuständen und Störungen niederschlagen. Der Klient ist Experte seiner selbst! Das heißt, es geht nicht darum, sich für sein Verhalten zu verurteilen, sondern herauszufinden, wofür das Verhalten gut war oder gut ist. Ein anderer Grundsatz besagt, dass bewusste Wahrnehmung zur Wahl führt. Je mehr wir das eigene Selbst kennen, desto mehr Möglichkeiten haben wir, unser Handeln selbst bestimmt zu gestalten. Dies ermöglicht dem Klienten, mehr Vertrauen zu sich selbst zu gewinnen, eine eigene innere Bewertungsinstanz zu entwickeln und zunehmend offen für Veränderungen zu werden.

 

Mit der Entwicklung des Selbst entwickelt sich die Tendenz zur „Selbstaktualisierung“, damit ist gemeint:

  • Ich filtere heraus, was wichtig ist
  • Einschätzung meiner sozialen Beziehung
  • Ich entwickle Werte und stelle mir die Fragen: Was finde ich gut / was finde ich schlecht?  Was ist förderlich / weniger förderlich?
  • Ich stelle mir Lebensziele auf, erarbeite Entwicklungswünsche
  • Ich finde mit der Zeit meine Begabungen und Talente heraus.

Das Einzigartige dieses Ansatzes besteht darin, dass der Schwerpunkt mehr auf dem Prozess der Beziehung selbst als auf den Symptomen oder deren Behandlung liegt. Rogers entwickelte dieses Konzept der „nichtdirektiven Beratung“, Klient und Therapeut begeben sich gemeinsam in eine Situation, welche dem Klienten ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermittelt – und nicht das Gefühl eines Objekts, welches Behandlung bräuchte. Der Therapeut greift nicht direktiv in das Gespräch ein, sondern schafft eine Atmosphäre, welche geprägt ist von Wärme, Anteilnahme und Akzeptanz. Der Mensch fühlt sich verstanden und aus diesem Gefühl heraus finden Veränderungen statt.

 

Darin unterstütze ich Sie mit meiner Grundhaltung von:

  • Empathie (nicht wertendes, einfühlsames Verstehen)
  • Akzeptanz und bedingungslose Wertschätzung
  • Wertefreiheit
  • Kongruenz (Echtheit)
  • Heilender therapeutischer Präsenz